Von der Blutspende zum Lebensretter – Hettich AG zu Besuch bei der Interregionalen Blutspende SRK in Bern
Blut kann nicht künstlich hergestellt werden – deshalb ist jede Blutspende ein wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft. Als Hettich AG möchten wir nicht nur mit unserer täglichen Arbeit einen Beitrag zur medizinischen Versorgung leisten, sondern auch persönlich Verantwortung übernehmen. Deshalb hat unser Team das Blutspendezentrum der Interregionalen Blutspende SRK in Bern besucht und gemeinsam Blut gespendet. Mit dieser gemeinsamen Aktion wollten wir ein Zeichen setzen und einen persönlichen Beitrag zu einer sicheren Blutversorgung leisten.
Unser Besuch bot uns gleichzeitig die Möglichkeit, einen spannenden Blick hinter die Kulissen zu werfen und besser zu verstehen, was nach einer Blutspende passiert und welche Prozesse notwendig sind, damit daraus sichere und wertvolle Blutprodukte entstehen.
Tag für Tag verkauft, betreut, berät und wartet die Hettich AG verschiedenste Geräte, die in Laboren und medizinischen Einrichtungen in der ganzen Schweiz im Einsatz sind. Doch wo und vor allem wofür werden diese Geräte eigentlich eingesetzt?
Um genau dieser Frage nachzugehen, hat das Hettich-Team die Interregionale Blutspende SRK besucht. Dort sind täglich Geräte von Hettich, B Medical Systems und Helmer im Einsatz und unterstützen Prozesse, die letztlich eines zum Ziel haben: Menschenleben zu retten.
Gemeinsam mit Herrn Zehnder erhielten wir einen spannenden Einblick in das Labor, in dem das gespendete Blut nach der Entnahme weiterverarbeitet wird.
Aus einer Blutspende werden mehrere lebenswichtige Blutprodukte
Nach der Blutentnahme gelangt das Vollblut in die Verarbeitung. Dort wird es zunächst mit einer Hettich ROTO SILENTA 630 RS zentrifugiert. Durch die Zentrifugation werden die verschiedenen Bestandteile des Blutes voneinander getrennt.
Dabei entstehen drei Schichten: die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), der Buffycoat, der unter anderem die Blutplättchen (Thrombozyten) enthält, und das Plasma.
Ein besonders wichtiger Bestandteil des gesamten Prozesses ist die lückenlose Rückverfolgbarkeit. Jede Blutspende muss jederzeit eindeutig dem jeweiligen Spender zugeordnet werden können. Ist diese Zuordnung nicht mehr gewährleistet, kann das Blut nicht verwendet werden. Zur Unterstützung dieses Prozesses setzt die Interregionale Blutspende SRK unter anderem das HettInfo II ein, das die relevanten Informationen digital dokumentiert und erfasst. Nach der ersten Trennung werden die einzelnen Blutbestandteile weiterverarbeitet und zu den jeweiligen Blutprodukten aufbereitet.
Erythrozyten – Sauerstoffversorgung für den Körper
Die roten Blutkörperchen werden nach der Separation noch filtriert, um unerwünschte Bestandteile zu entfernen. Anschliessend wird eine Nährlösung hinzugefügt und das fertige Erythrozytenkonzentrat gekühlt gelagert.
Erythrozyten sind für den Transport von Sauerstoff im Körper verantwortlich. Sie werden beispielsweise eingesetzt, wenn Patientinnen und Patienten aufgrund einer Erkrankung zu wenig rote Blutkörperchen haben oder nach einem hohen Blutverlust dringend Blut benötigen.
Thrombozyten – unverzichtbar für die Blutgerinnung
Die Thrombozyten (Blutplättchen) befinden sich zunächst in der Buffycoat-Schicht. Für die Herstellung eines Thrombozytenkonzentrats werden die Buffycoat-Schichten mehrerer Spender mit derselben Blutgruppe zusammengeführt und anschliessend weiter aufgereinigt.
Das fertige Thrombozytenkonzentrat wird in Helmer-Thrombozytenschüttlern gelagert. Durch die kontinuierliche Bewegung bleiben die Thrombozyten in optimalem Zustand und verklumpen nicht.
Thrombozyten spielen eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung. Eine Besonderheit: Im Vergleich zu anderen Blutprodukten sind sie nur wenige Tage haltbar. Deshalb ist es besonders wichtig, dass regelmässig Menschen Blut spenden. Gerade Patientinnen und Patienten mit schweren Verletzungen oder Verbrennungen können auf diese Präparate angewiesen sein.
Plasma – wertvoll für Medizin und Forschung
Auch das Plasma wird nach der Trennung weiterverarbeitet. Um die darin enthaltenen empfindlichen Proteine zu schützen, wird es mit einem Blutplasma Schockfroster (CSF) von B Medical Systems schnell tiefgefroren.
Dabei ist es entscheidend, dass der Kühlprozess zuverlässig und innerhalb der vorgegebenen Parameter abläuft. Nur so kann die Qualität des Plasmas erhalten bleiben.
Plasma enthält zahlreiche wertvolle Proteine und ist nicht nur für die medizinische Versorgung, sondern auch für Forschung und pharmazeutische Anwendungen von grosser Bedeutung. Aus Plasma können unter anderem wichtige Medikamente hergestellt werden.
Jeder Tropfen zählt
Unser Besuch bei der Interregionalen Blutspende SRK hat uns nicht nur gezeigt, welche wichtige Arbeit täglich hinter der Blutversorgung steckt, sondern uns auch daran erinnert, dass jeder einzelne Mensch einen Beitrag leisten kann.
Für uns als Hettich AG war es deshalb besonders schön, unsere berufliche Verbindung zur Blutspende mit einem persönlichen Engagement zu verbinden. Gemeinsam Blut zu spenden war für unser Team eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben und einen Beitrag für Menschen zu leisten, die auf Blutprodukte angewiesen sind.
Gleichzeitig war es spannend zu sehen, wie unsere Geräte gemeinsam mit den Lösungen von B Medical Systems und Helmer in diesen wichtigen Prozess eingebunden sind. Unsere Arbeit endet damit nicht beim Verkauf eines Geräts – mit unseren Produkten, unserem Service und unserer Beratung unterstützen wir die Menschen und Einrichtungen, die täglich dafür sorgen, dass diese Prozesse zuverlässig funktionieren.
Ein herzliches Dankeschön an die Interregionale Blutspende SRK für die spannenden Einblicke hinter die Kulissen und dafür, dass wir die einzelnen Schritte von der Blutspende bis zum fertigen Blutprodukt kennenlernen durften.